Vor 13 Tagen

Berater*in für Präventions- und Beratungsstelle PROvention (Elternzeitvertretung)

Türkische Gemeinde in S-H e. V.

Sozialwesen

  • Kiel
  • Vollzeit
  • 37.000 €51.000 € (von XING geschätzt)
Vor Ort

Beraterin / Projektmitarbeiterin (Elternzeitvertretung) für PROvention, die Präventions- und Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus in S.-H.

Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. sucht im Rahmen der Präventions- und Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus in Schleswig-Holstein, PROvention, einen Beraterin / Projektmitarbeiter*in (32 Stunden pro Woche). Die Stelle als Elternzeitvertretung ist vom 11. Mai 2024 bis 10. November 2024 zu besetzen. Eine weitere Beschäftigung über diesen Zeitraum hinaus ist denkbar, wenn entsprechende Stundenkontingente zur Verfügung stehen. Das Projekt läuft bereits seit 2015 und eine Weiterführung nach 2024 wird angestrebt.

Einblick die Arbeit

Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Beratung von Menschen, in deren Umfeld sich eine Person vermeintlich oder tatsächlich in einem Radikalisierungsprozess befindet. Dies können Angehörige wie Eltern oder Geschwister sein oder auch Fachkräfte wie Lehrerinnen, Erzieherinnen oder Sozialarbeiterinnen. Radikalisierung bedeutet im Arbeitskontext von PROvention, dass sich zumeist junge Menschen in einer Hinwendung zum Salafismus befinden. Diese Personen, welche direkt von Radikalisierung betroffen sind, unterstützt das Team von PROvention bei ihren individuellen Ausstiegs- und Distanzierungsprozessen. Diese Arbeit findet im ganzen Bundesland statt, wird meist zu zweit durchgeführt und basiert auf dem Ansatz der Systemischen Beratung. Die Beraterinnen von PROvention werden unterstützt durch regelmäßige kollegiale Fallberatung im Team sowie durch Einzelsupervision. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Arbeit liegt in der Sensibilisierung von Fachkräften und Jugendlichen in Schleswig-Holstein. Im abwechslungsreichen Arbeitsalltag werden zumeist im Tandem Fortbildungen für Lehrkräfte und Schulsozialarbeit zu Medien- und Interkultureller Kompetenz gegeben, mit Freiwilligendienstleistenden zum Thema Verschwörungstheorien gearbeitet, mit Jugendschützerinnen und Jugendtreffs im Themenfeld Antimuslimischer Rassismus kooperiert und Mitarbeiterinnen in Justizvollzugsanstalten zu Salafismus und Radikalisierung fortgebildet. Auch die gemeinsam im Team organisierten Fachtagungen und Schulentwicklungstage bieten die Möglichkeit, sich intensiv mit tagesaktuellen und gesellschaftlich relevanten Themen wie Extremismusprävention und Demokratieförderung zu beschäftigen. Des Weiteren ist die vielfältige Netzwerkarbeit im ganzen Bundesland ein fester Bestandteil der Arbeit. Hierzu zählt die Vernetzung mit Jugendämtern, kommunalen Verwaltungen, Stadtteilbüros, Polizei, Geflüchtetenhilfe und Migrationsberatungsstellen, um sich mit Fachkräften und anderen relevanten Sozialraumakteur*innen auszutauschen.

Aufgaben:

  • telefonische und persönliche Beratung von Angehörigen, Freundinnen und Bekannten von Personen, die von Radikalisierung bedroht sind, sowie Beratung von Sozialraumakteurinnen
  • Ausstiegshilfe von Personen, die in extremistischen Strukturen aktiv sind
  • Moderation und Konzeptionierung von Fortbildungen und Workshops für Multiplikator*innen und Jugendliche
  • Planung und Durchführung von Fachtagungen und Schulentwicklungstagen, z. B. zu religiös begründetem Extremismus und Antimuslimischem Rassismus
  • Unterstützung in der Netzwerkarbeit mit Behörden, Ämtern und anderen zivilgesellschaftlichen Trägern
  • Mitarbeit an Publikationen und Informationsmaterial
  • Weiterentwicklung des Gesamtprojektes

Voraussetzungen:

  • abgeschlossenes Hochschulstudium (BA oder höher) im Bereich Soziale Arbeit, Pädagogik, Psychologie, Islamwissenschaft, Theologie oder anderen relevanten Fachbereichen
  • ausgeprägte soziale und interkulturelle Kompetenzen
  • hohes Maß an Selbstständigkeit und Organisationsfähigkeit
  • gute kommunikative Fähigkeiten
  • Bereitschaft, gelegentlich am Abend und in Ausnahmefällen am Wochenende zu arbeiten; Regelarbeitszeit ist werktags 8 bis 17 Uhr
  • Kenntnisse in Arabisch, Persisch, Türkisch, Russisch oder Kurdisch von Vorteil

Wir bieten:

  • Vergütung angelehnt an den Tarifvertrag der Länder (West) TV-L 11
  • regelmäßige Fortbildungen für Mitarbeiter*innen, beispielsweise zu Systemischer Beratung, Traumapädagogik, Deeskalationstraining, Mediation, oder Antirassismusarbeit
  • regelmäßige Teamsupervision
  • ein motiviertes und interkulturelles Team mit verschiedenen fachlichen Hintergründen (u.a. Islamwissenschaft, Theologie, Soziale Arbeit, Kommunikationswissenschaft und Psychologie)
  • offene und intensive Kommunikationskultur sowie gegenseitige Unterstützung im Team
  • einen anspruchsvollen und interessanten Arbeitsplatz bei einem erfahrenen, vielseitigen, überparteilichen und überkonfessionellen Träger

Bitte senden Sie uns Ihre Bewerbung in einem zusammenhängenden PDF-Dokument (Anschreiben, Lebenslauf sowie relevante Zeugnisse in einer Datei) per E-Mail zum nächstmöglichen Zeitpunkt an folgende E-Mail-Adresse: bewerbungen@tgsh.de z.H. Herrn Dr. Cebel Küçükkaraca.

Wir fördern und leben die berufliche Gleichstellung, daher freuen wir uns besonders auf Bewerbungen von Frauen, Menschen mit Schwerbehinderung sowie Menschen mit Migrations-/Fluchterfahrung.

Bereitgestellt in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit.

Gehaltsprognose

45.000 €

37.000 €

51.000 €

Geschätztes Durchschnittsgehalt für vergleichbare Positionen

Geschätzte Gehaltsspanne für vergleichbare Positionen

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